Scheduling Assistant für WhatsApp-Gruppen
Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung haben Studierende einen KI-gestützten Scheduling Assistant für WhatsApp-Gruppen entwickelt. Das Projekt zeigt, wie technische, rechtliche und wirtschaftliche Überlegungen in eine praxisnahe KI-Anwendung einfließen können. Die Suche nach einem passenden Termin in WhatsApp-Gruppen ist oft zeitaufwendig und über zahlreiche Nachrichten oder externe Terminplanungstools verstreut. Um dieser Herausforderung zu begegnen, haben die Studierenden einen Scheduling Assistant entwickelt, der direkt in den Gruppenchat integriert ist. Der Assistent ist dauerhaft verfügbar, sammelt die Verfügbarkeiten aller Gruppenmitglieder und ermittelt mithilfe von KI den am besten geeigneten Termin. Sobald ein Termin ausgewählt wurde, kann er mit einem einzigen Klick in einen Kalender übernommen werden.
Die Anwendung unterstützt mehrere Eingabemethoden. Nutzerinnen und Nutzer können ihre Verfügbarkeit per Spracheingabe, durch direkte Interaktion mit dem Assistenten, durch automatisierte Analyse bestehender Chatnachrichten oder über eine klassische Kalenderoberfläche angeben. Eine farblich codierte Übersicht (grün, gelb und rot) zeigt auf einen Blick, welche Zeitfenster für die Gruppe am besten geeignet sind, wodurch der Entscheidungsprozess transparent und effizient wird.
Neben der Nutzererfahrung befasst sich das Projekt auch mit zentralen technologischen und organisatorischen Aspekten. Die Studierenden entwickelten ein technisches Konzept auf Basis moderner Natural Language Processing (NLP)-Verfahren, prüften die datenschutzrechtlichen Anforderungen, berücksichtigten die Konformität mit dem EU AI Act und entwarfen ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Lösung.
Begleitende App-Screenshots veranschaulichen den gesamten Ablauf – von der Aktivierung des Assistenten in einer WhatsApp-Gruppe bis hin zur finalen Terminempfehlung. Das Projekt liefert ein anschauliches Beispiel dafür, wie KI zur Lösung alltäglicher Koordinationsherausforderungen eingesetzt werden kann, wobei Nutzerfreundlichkeit, regulatorische Anforderungen und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang gebracht werden.